Die Schwitzhütte – ein kraftvolles Ritual

Der Ursprung

Das Schwitzhüttenritual kommt aus der indianischen Tradition. Doch bereits die Völker, die vor den Germanen und Kelten in unseren Gegenden wohnten kannten ein Schwitzritual, das dem der Indianer ähnelte. Die bei uns am meisten verbreitete Form der Schwitzhütten- Zeremonie stammt von den Lakota-Indianern.

Ursprünglich war es das Reinigungsritual der Männer, während sich die Frauen einmal im Monat gemeinsam in die “Mondhütte” zurückzogen und mit der Monatsblutung ihr eigenes Reinigungsritual feierten. Da es viele unterschiedliche Indianderkulturen gab und gibt, gibt es auch heute noch verschiedene Formen der Schwitzhütten-Zeremonie.


Die Symbolik

Das Schwitzhüttenritual ist ein Wiedergeburts-Ritual. Symbolisch kehren wir zurück in den Bauch von Mutter Erde, um neugeboren wieder hervorzukommen. Die Schwitzhütte ist sehr stark mit dem Thema Hingabe verbunden, Hingabe an die Elemente, an den Tod und an das Leben. Wir lassen Altes, Überflüssiges los und schaffen damit Platz für das Neue, das sich während des Rituals oft in Form einer Vision, einer intuitiven Eingebung zeigt.



„ Wenn du wissen möchtest,was Du tun mußt: Frage Dein Herz.
Wenn Du wissen möchtest, wie Du es tun kannst:
Frage Deinen Verstand. ”
Manitonquat


Der Ablauf

Aus Weidenzweigen wird das igluförmige Grundgerüst der Schwitzhütte gebaut, dieses wird mit Decken abgedeckt. Danach werden die Steine in die vorbereitete Feuerstelle gegeben, das Feuer entzündet.

Während das Feuer die Steine erhitzt stimmen wir uns, je nach Jahreszeit und Thema der Schwitzhütte, auf verschiedene Weise auf das Schwitzhüttenritual ein. Nach dem Ablegen unserer Kleidung räuchern wir uns mit Salbei und begeben uns auf allen Vieren in die Schwitzhütte. Im Inneren der Hütte befindet sich eine Vertiefung in die während der Zeremonie die nun rotglühenden Steine gebracht werden.


Meine Art dieses Ritual anzuleiten wurde maßgeblich geprägt von Manitonquat (Medicine Story), einem Indianer vom Stamm der Wampanoag, der viel dazu beigetragen hat, daß dieses kraftvolle Ritual bei uns in Europa an Bedeutung gewann.

Das Ritual dauert vier Runden und für jede Runde bringt die Feuerfrau / der Feuermann neue Steine.

Auf diese wird Wasser gegeben, das wir zuvor mit verschiedenen Kräutern angereichert haben.

In der Schwitzhütte sind wir umgeben von Dunkelheit. Das erleichtert es uns, unsere Herzen weit zu machen und nicht mehr mit den Augen, sondern mit dem Herzen zu sehen.

Mit dem Klären des Platzes und einer gemeinsamen Meditation am nächsten Morgen endet die Schwitzhütten-Zeremonie.

Häufige Fragen zur Schwitzhütte und die Antworten dazu hier: FAQ